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Pressestimmen

Gutachter nehmen sich die Aartalbahn wieder vor #Abo
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2021

Werden Bus und Bahn zum Corona-Gefahrenherd?
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2021

Nächster Halt Aartalbahn?
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2020

Pressemitteilungen

Neues aus Taunusstein

Aktuelle Pressemitteilungen der Stadt Taunusstein, darunter Veranstaltungshinweise, finden Sie auf www.taunusstein.de.

Neues im Rheingau-Taunus-Kreis

Aktuelle Pressemitteilungen des Rheingau-Taunus-Kreises, darunter Veranstaltungshinweise, finden Sie auf www.rheingau-taunus.de.

Öffentlicher Nahverkehr

ÖPNV Taunusstein

Wer sich in Taunusstein und Umgebung nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen möchte, dem stehen im ÖPNV einige Möglichkeiten zur Verfügung. Informieren Sie sich u. a. zur Schülerbeförderung und der kostenfreien Nutzung für Schwerbehinderte auf www.taunusstein.de.

Infomaterial

Maskenpflicht

Aufgrund der Maßnamen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind öffentliche Einrichtungen sowie viele weitere Geschäfte und Orte derzeit nur mit Maske und oft auch nur mit Voranmeldung zu betreten. Es gilt die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern. Maskenpflicht besteht auch im Öffentlichen Nahverkehr.

RTV-Internetseite

Wesentliche Informationen zum Öffentlichen Nahverkehr finden Sie unter: www.rmv.de.

Ansprechpartner

Kreisverwaltung

Im Kreishaus, Heimbacher Straße 7, 65307 Bad Schwalbach finden Sie die Verwaltungsstelle des Rheingau-Taunus-Kreises. Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises.


.:ÖPNV im Rheingau-Taunus-Kreis


RTV weist daraufhin: FFP2-Masken im ÖPNV

Aufgrund der neuen Verordnungen des seit letzten Samstag, 24.04.2021, auch für den Rheingau-Taunus-Kreis geltenden Infektionsschutzgesetz (IfSG) weist die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) darauf hin, dass in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen und in Bahnhöfen nun eine FFP-2 Maske zwingend erforderlich ist. "Eine medizinische Maske wie etwa eine OP-Maske reicht für die Fahrgäste ab sofort nicht mehr aus, so schreibt es das neue Gesetz vor", erklärt Thomas Brunke, der Geschäftsführer der RTV. Kontroll- und Servicepersonal überprüfen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Mund-Nase-Schutz). Fahrgäste, die aktuell nur mit einer medizinischen Maske im ÖPNV unterwegs sind, müssen mit einer Vertragsstrafe von 50 € rechnen.

Die auch als "Bundesnotbremse" bezeichnete Verordnung greift dann, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, was im Rheingau-Taunus-Kreis aktuell der Fall ist. Diese Änderung gilt solange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreisgebiet an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Um Zeit für alle organisatorischen Maßnahmen zu haben, die dann ergriffen werden können, tritt das Gesetz dann am übernächsten Tag außer Kraft. Kunden, die einer der knapp 20 Vorverkaufsstellen oder den MobiInfos Taunusstein oder Idstein Zeitkarten (also Wochen- Monats- oder Jahreskarten sämtlicher Art) kaufen, erhalten aktuell eine FFP2-Maske gratis zum Fahrschein dazu.

Wer sich weiter über zugelassene Masken im Internet informieren möchte, wird beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte fündig.

Taunussteiner On-Demand-Shuttle heißt EMIL

Taunussteiner konnten online abstimmen, wie das neue Angebot "On-Demand-Shuttle" heißen soll

Infografik On-Demand-Shuttle EMIL
Taunussteiner On-Demand-Shuttle heißt EMIL
© Rheingau-Taunus-Kreis

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft GmbH (RTV) stellt den Namen für das neue On-Demand-Angebot in Taunusstein vor: Der Service läuft zukünftig unter dem Namen "EMIL", abgeleitet aus Elektromobil. Emil war einer von vielen Namen, der bei einer spontanen Abfrage durch die Stadt Taunusstein auf Sozialen Medien genannt wurde. Vier Namen standen letztlich auf der Website der RTV zur Abstimmung durch die Bürgerinnen und Bürger.

"Insgesamt haben 301 Personen an der gut vierzehntägigen Abstimmung teilgenommen", bedankt sich Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV bei den Taunussteinern Bürgern für ihre Mitwirkung bei der Namensvergabe: "Wir freuen uns, dass wir mit EMIL ein besonders umweltfreundliches Produkt anbieten können. Vor allem für Taunussteiner Pendler, Senioren und natürlich die Jugend ist das Shuttle ein äußerst attraktives ÖPNV-Angebot. Mit dem zukunftsträchtigen Pilotmodell in Taunusstein wird das Beste aus individueller Mobilität und öffentlichem Nahverkehr zusammengebracht, digital, einfach und kundenorientiert."

Kreisverkehrsdezernent Günter F. Döring ist sich sicher: "Das neue Angebot wird den öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum um einiges bereichern und mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen." Der neue Service werde erheblich flexibler und individueller, als man das bislang vom öffentlichen Nahverkehr gewohnt sei.

"Ob EMIL in Taunusstein, der Hopper im Kreis Offenbach oder der DadiLiner im Landkreis Darmstadt-Dieburg – das On-Demand-Angebot im RMV hat viele Gesichter und einen gemeinsamen Anspruch: Die Fahrgäste richten sich nicht nach einem Fahrplan, sondern der Fahrplan richtet sich nach den Fahrgästen", sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. "Insgesamt zehn hessische Landkreise und Kommunen vernetzen ihr On-Demand-Angebot unter dem Dach des RMV, sodass die Kundinnen und Kunden über ein und dieselbe App ihr Shuttle buchen können – egal, ob sie mit EMIL oder dem DadiLiner fahren. Diese Zusammenarbeit ist deutschlandweit einmalig und ich freue mich, dass Taunusstein dabei ist."

Der Produktname "EMIL" lag zuletzt mit 33,9 Prozent der Stimmen vorne, auf Platz zwei kam "Smart-e" mit 29,6 Prozent der Stimmen, auf den dritten Platz kam die Bezeichnung "Stromer" mit 24,2 Prozent. Der Vorschlag "Gondel" konnte lediglich 12,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. EMIL, das On-Demand-Shuttle in Taunusstein, wird voraussichtlich ab Sommer starten und zunächst innerhalb der Stadtgrenzen Taunussteins unterwegs sein. Auf Bestellung per Telefon oder via App holt der Minibus Fahrgäste ganz in der Nähe ihres Standorts ab und bringt sie so nah wie möglich an ihr Ziel – dafür wird es rund 1000 virtuelle Haltestellen geben. Ob die Fahrt direkt oder über kurze Umwege durchgeführt wird, hängt davon ab, ob es mehrere Fahrgäste gibt, die zeitgleich einen ähnlichen Weg haben: Kanalisiert und berechnet wird dies über einen Algorithmus, dessen Entwicklung vom Rhein-Main-Verkehrsverbund beauftragt wurde. Bezahlt wird der Service schnell und unkompliziert per App oder bei telefonischer Buchung bargeldlos beim Fahrpersonal.

"Wenn EMIL, das Taunussteiner On-Demand-Shuttle von den Bürgern gut angenommen wird, kann das Angebot als fester Bestandteil über die Pilotphase etabliert werden. Dann können auch weitere Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis angeschlossen werden," erklärt Brunke. Deshalb sei ein wichtiges Kriterium bei der Namensfindung gewesen, dass er in Zukunft auch in anderen Städten und Gemeinden funktioniere. Mehr Infos zu den genauen Bedienzeiten, den Preisen etc. sind auch unter www.r-t-v.de zu finden.

ÖPNV: Mehr Elektrobusse im Einsatz

Die Politik treibt Klimaneutralität voran, auch im öffentlichen Nahverkehr. Da gibt es für die Betreiber allerdings noch viel zu tun, denn bislang fahren die meisten Busse im ÖPNV noch mit Verbrennungsmotoren. Doch die Anzahl der Elektro-Busse steigt, im vergangenen Jahr hat sie sich sogar verdoppelt, wie eine Untersuchung der Beratungsfirma PwC ergeben hat. Die meisten waren in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, berichtet die Tagesschau in ihrem YouTube-Bericht vom 16.03.2021.

Auch beim Wiesbadener Verkehrsunternehmen ESWE sind Elektro-Busse im Einsatz. In dem Busportrait-Video lässt sich der ESWE Reporter Micha Spannaus den neuen Batteriebus "eCitaro" von Busfahrerin Sabrina und dem Projektbeauftragten des technischen Betriebs Sebastian einmal näher erklären. Seit Herbst 2019 gibt es die Batteriebusse nun im Fuhrpark von ESWE Verkehr.

Mit den neuen Batteriebussen ändert sich vieles im Wiesbadener Linienverkehr. Wichtige Informationen gibt es unter: Sei Frischluftvorbild auf ganzer Linie. Hier findet sich auch eine interaktive 3D-Darstellung und man kann alle wichtigen Merkmale der neuen Batteriebusse entdecken.

"Wir wollen die Menschen für den ÖPNV begeistern"

Landrat Frank Kilian und Dezernent Günter F. Döring: RTV -Geschäftsführer Thomas Brunke für fünf weitere Jahre bestellt

Die Blumen gab es sozusagen nur stellvertretend für seine Ehefrau. Die folgenden, lobenden Worte waren jedoch an den Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), Thomas Brunke, direkt und persönlich gerichtet und galten dessen bisheriger und zukünftigen Tätigkeit. "Die Blumen sind für ihre Frau; zu verstehen als eine Art von frühzeitiger Abbitte, weil Sie, Herr Brunke, auch zukünftig beruflich sehr stark angespannt sein werden und dadurch sicherlich weniger Zeit Zuhause verbringen können", erklärte der Dezernent für den ÖPNV im Kreisgebiet, Günter F. Döring, mit einem Schmunzeln. Gemeinsam mit Landrat Frank Kilian verkündete er am Dienstag, dass die Gesellschafterversammlung der RTV Brunke jetzt für weitere fünf Jahre zum alleinigen Geschäftsführer bestellte, wie es formell heißt.

Thomas Brunke ist seit 2010 als Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer und seit 2017 als Geschäftsführer der RTV GmbH tätig. Der Vertrag wird damit bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. "Wir setzen mit der Verlängerung des Vertrages die erfolgreiche Zusammenarbeit fort und können dabei auf den vorhandenen, beruflichen Erfahrungsschatz von Herrn Brunke zurückgreifen", sagte Landrat Frank Kilian und weiter: "Er ist der richtige Mann, um die Verkehrswende im Sinne der des Mobilitätskonzeptes des Rheingau-Taunus-Kreises voranzubringen."

Schließlich reißt die Kette mit Herausforderungen in den kommenden Jahren nicht ab. Diesen will sich Brunke stellen. "Nach Ende der Corona-Pandemie wollen wir die Menschen wieder für den ÖPNV begeistern", richtet Brunke den Blick in die Zukunft und weiß zu berichten: "Trotz der momentan ungünstigen Zeit halten uns die Stammkunden die Treue!" Das heißt: "Wer ein Jahresticket besitzt, der fährt auch weiterhin mit Bussen oder Bahnen – selbstverständlich mit der notwendigen Schutzmaske!" Döring ergänzt: "ÖPNV ist Daseinsvorsorge – trotz Corona und dadurch bedingt geringerer Nutzung hält die RTV ihre Angebote aufrecht." So verschweigt Döring auch nicht, dass seit Beginn der Pandemie vor knapp elf Monaten "ein großes Minus" auf der Einnahmeseite der RTV zu registrieren ist. Um aus dieser Situation zu kommen, sind Motivation und neue Ideen gefragt.

Um Menschen wieder in Busse und Bahnen – in einer Nach-Corona-Zeit – zu locken, will der Geschäftsführer deshalb die Attraktivität des ÖPNV im Kreisgebiet steigern. Dazu zählen für ihn zunächst Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit, dichte Taktung und einfache Tarife im ÖPNV. Ganz wichtig ist für Kilian, Döring und Brunke zudem, die Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Fläche durch neue innovative Projekte und Konzepte zu sichern. Brunke denkt dabei an On-Demand-Angebote, wie beispielsweise in Taunusstein, oder etwa den Aufbau einer Mobilitätsplattform. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Begleitung des Fahrgastes durch Navigation vom Startpunkt bis zum Ziel der Fahrt; unter andere durch das Angebot "Single SignOn - Informieren, Buchen, Bezahlen auch von Sharing-Angeboten mit nur einer Registrierung". Weiterhin sollen im Kreisgebiet Mobilitätsstationen entstehen, an denen Car- und Bike-Sharing sowie die Verleihung von Fahrrädern möglich ist.

Ziele für die nahe Zukunft sind nach den Worten von Thomas Brunke zudem, eine Schienenanbindung für den Untertaunus zu realisieren und die Vorbereitung auf die Ausschreibung für das Linienbündel 2022 im Rheingau-Taunus-Kreis.

Infoseite zum Projekt "On-Demand-Mobilität" in Taunusstein

Infografik On-Demand-Mobilität Taunusstein
Infografik On Demand Mobilität Taunusstein
© Rheingau-Taunus-Kreis

Taunusstein ist Pilotkommune für eines der größten On-Demand-Verkehrsprojekte in Europa. Das Angebot soll im Sommer 2021 starten.

Auf der Infoseite www.taunusstein.de/ondemand stellt die Stadt Taunusstein gemeinsam mit den Projektpartnern der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) sowie dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) den aktuellen Stand des Projekts vor und beantwortet erste Fragen.

Bis zu sechs kleine E-Busse, in die jeweils maximal sechs Personen passen, können nach Bedarf gebucht werden – ähnlich dem bereits etablierten Komfortbus, allerdings mit deutlich erweiterten Zeiten und eingebunden in das Tarif- und Betriebsnetz des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV). Bestellt werden kann der On-Demand-Shuttle klassisch per Telefon und neu, über eine kostenlose App. Dort werden dann auch der aktuelle Fahrzeugstandort sowie der Weg zur nächsten virtuellen Haltestelle angezeigt. Von denen gibt es über 600 im gesamten Stadtgebiet – zählt man beide Fahrtrichtungen mit, sind es doppelt so viele.

Damit ist jeder Weg kurz. Menschen mit Bewegungseinschränkungen können das in der App angeben und werden an der Haustür abgeholt. Der Fahrbetrieb ist werktags morgens um 5:30 Uhr bis 22:30 Uhr, freitags und samstags endet er erst um 0:30 Uhr.

Optimale Strecke für mehrere Personen

Ein Algorithmus berechnet aus allen gebuchten Anfragen zur gleichen Zeit die optimale Strecke, sodass idealerweise bis zu sechs Personen in einem Fahrzeug befördert werden können, ohne nennenswerten Zeitverlust. Gefahren werden kann im gesamten Stadtgebiet, inklusive der Platte. Wie es funktionieren wird, zeigt ein Erklärfilm des RMV auf der Website www.taunusstein.de/ondemand. Viele Fragen werden hier auch in einem FAQ schon beantwortet, weitere können über ein Kontaktformular gestellt werden.

"Der Komfortbus ist aus verschiedenen Gründen seit längerem auf dem Prüfstand. Mit dem vom Bund geförderten Projekt und den erfahrenen Verkehrspartnern der RTK, ist das neue Angebot eine ideale Lösung für die Strecken im innerstädtischen Verkehr - zur Bushaltestelle, zum Arzt, zum Einkaufen oder zu Freunden in anderen Stadtteilen", so Bürgermeister Sandro Zehner. "Als Pilotkommune haben wir den Vorteil, dass wir – allein durch das Nutzungsverhalten – das Angebot mitgestalten können", so Zehner. In der Pilotphase wird von der RTV ausgewertet, zu welchen Zeiten der Service wie genutzt wird, um bei Bedarf auch nachjustieren zu können.

"Wir freuen uns, dass wir dieses moderne, flexible und zukunftsträchtige Angebot im ÖPNV mit Taunusstein zusammen realisieren können. Die große Anzahl an virtuellen Haltestellen ermöglicht den Taunussteinern ein ganz neues Nutzungsverhalten", so der Geschäftsführer der RTV, Thomas Brunke.

Preis nach individueller Fahrstrecke

Aktuell laufen die Ausschreibung der Fahrzeuge und die weiteren Detailplanungen des Projekts. Die Preisstruktur ist bereits festgelegt: Nutzer einer ÖPNV-Zeitkarte oder eines Seniorentickets zahlen als Zuschlag für den individuellen Service 1,50 Euro. Wer nicht regelmäßig den ÖPNV nutzt, zahlt zusätzlich 1,50 Euro. Der Gesamtpreis berechnet sich dann aus der angefragten Strecke, pro Kilometer kommen noch 0,15 Euro hinzu. Wer also beispielsweise zwischen Neuhof und Wehen drei Kilometer fährt, zahlt ohne Zeitkarte 3,45 Euro – Besitzer eines ÖPNV-Tickets kämen auf 1,95 Euro.

In den kommenden Monaten wird das Projekt finalisiert, die Fahrzeuge bestellt und der Betrieb organisiert. Im zweiten Quartal soll dann der Testbetrieb starten, bevor das Angebot für alle freigegeben wird. Wird das Angebot in Taunusstein gut angenommen, ist angedacht, das Konzept auf andere Kommunen im Rheingau-Taunus-Kreis auszuweiten und eventuell auch die Strecken über die Stadtgrenzen hinaus zu erweitern. Gefördert wird das Projekt vom Bund bis Dezember 2024.

Auf der Website der Stadt Taunusstein wird über den Projektfortschritt und neue Entwicklungen regelmäßig informiert.

Stadt. Land. Aar. - Der Taunusstein Podcast

Folge #11: Wie sieht unsere Mobilität in Zukunft aus?

Mobilität ist ein großes Thema in der heutigen Zeit, ebenso in der weiteren Zukunft. Wie geht es jetzt weiter nach der Ablehnung der CityBahn? Wird die Aartal Trasse reaktiviert ? Warum brauchen wir in Taunusstein ein Schienenverkehr? Was gehört alles zur Mobilität? Jede Menge Fragen, der Mobilitätsmanager der Stadt Taunusstein, Sascha Steinmetz, erklärt.

Reaktivierung Aartaltrasse für Taunusstein Vorzugsoption

Schienen Aartalbahn
Schienen der Aartalbahn
© Stadt Taunusstein

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Landrat Frank Kilian, Kreisverkehrsdezernent Günter Döring, Bad Schwalbachs Bürgermeister Markus Oberndörfer und Bürgermeister Sandro Zehner nach dem negativen Entscheid zur CityBahn über die Zukunft eines schienengebundenen Verkehrs im Rheingau-Taunus-Kreis und darüber hinaus informiert.

Für Taunusstein hatte der Magistrat der Stadt bereits im Frühjahr die Verkehrs- und Raumplaner des Büros Planersocietät beauftragt, parallel zum Ergänzungsbericht für den Verkehrsentwicklungsplan 2030 in Hinblick auf die Citybahn, die Alternativen für einen schienengebundenen Verkehr für die Region zu evaluieren, sollte die Citybahn nicht realisiert werden.

Moderner, kosteneffizienter Antrieb

In dem Papier wird insbesondere die Reaktivierung der Aartalbahn auf Normalspur als lohnenswerte Variante betrachtet. Die Strecke könnte auf der alten Aartaltrasse bis Wiesbaden-Ost verlaufen, betrieben mit modernen Personenzügen, mit Dieselantrieb, elektrifiziert oder mit Brennstoffzelle und Wasserstoff. "Hierbei liegt unser Fokus auf modernen und serienreifen Lösungen, wie die Brennstoffzellenzüge, die beispielsweise der RMV bei der Taunusbahn einsetzt. Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand: Die Züge emittieren sauberen Wasserdampf und die kostenintensive Elektrifizierung der Strecke entfiele bei diesen Zügen", verdeutlicht Zehner die Vorteile dieser Option bei den Fahrzeugen. Auch der Kreis setzt im "Plan Aar-Taunus-Ringbahn" auf die Nutzung eines modernen, kosteneffizienten Antriebs.

"Unsere erste Wahl war die Citybahn, aber eine Straßenbahn ohne die direkte Anbindung an die Wiesbadener Innenstadt macht keinen Sinn", so Zehner. "Es gibt jetzt zwei Fakten: Erstens haben wir in Taunusstein ein hohes Verkehrsaufkommen, das künftig eher weiter steigt und zweitens liegt mitten in zwei unserer großen Stadtteile eine Bahnstrecke – die Trasse einfach nur dem Unkraut zu überlassen war nie eine Option", so Zehner.

Attraktive Alternative für Pendler in Metropolregion Rhein-Main

Als Alternative spricht, laut den Raum- und Verkehrsplanern, einiges für die Reaktivierung der Trasse: Die Strecke ist als Bahnlinie gewidmet, was planerisch und für den Bau einiges erleichtert. Beim bisherigen Streckenverlauf nach Wiesbaden-Ost würden deutlich weniger Anwohner tangiert als bei der Citybahnvariante, da die Trasse in einem eignen, existierenden Gleisbett verlaufe und Konflikte mit dem innerstädtischen Autoverkehr so umgangen werden.

Zwar gäbe es in Wiesbaden-Ost mit den S-Bahn-Anbindungen nach Frankfurt, Mainz, Offenbach oder Rüsselsheim bereits gute Umsteigemöglichkeiten, jedoch sei klar, dass man auch den Streckenabschnitt zum Hauptbahnhof reaktivieren müsse. "Das Fahrziel Wiesbaden Hauptbahnhof ermögliche neben dem Umstieg auf die S-Bahnen ins Rhein-Main-Gebiet eben auch einen Umstieg auf die IC und ICE-Strecken. Zudem pendelt ein Großteil der Taunussteiner und der Menschen aus dem Umland nach Wiesbaden selbst, wodurch der Hauptbahnhof als zentrales Ziel die höchste Attraktivität für die Pendler bedeutet", spricht sich Zehner für diese Lösung aus, die auch der Kreis präferiert. Denn auch hier ist die Trasse noch vorhanden, jedoch die Gleise demontiert.

Verbesserung der Verkehrslage insgesamt

"Wir werden keines der aktuellen Verkehrsprobleme mit einer Lösung alleine komplett beheben. Es geht darum, für verschiedene Lebenssituationen und Bedarfe jeweils in sich stimmige und attraktive Angebote zu schaffen – als Ergänzung oder auch als Alternative zum Auto", so Zehner. Auch die Gutachter kommen zum Schluss: Ein Radweg nach Wiesbaden sei wünschenswert und die Realisierung werde aktuell geprüft, aber damit bekomme man die Verkehre nicht in den Griff. Beim Busverkehr gäbe es zwar grundsätzlich noch Spielräume, aber keine die ausreichten. "Die Trasse ist da, sie kann angebunden werden – jetzt geht es darum, zeitnah ein gutes Team dafür aufzustellen, die weiteren Untersuchungen und Planungsschritte anzugehen."

Zehner, der stellvertretender Vorsitzender des CityBahn Beirates ist, könne sich da die bereits mit dem Thema, dem Gelände und den Gegebenheiten vertrauten Mitarbeiter der CityBahn GmbH vorstellen. Alle Teilnehmer der Pressekonferenz waren sich einig, dass man die bereits im Rahmen des CityBahn-Projekts durchgeführten Untersuchungen und Erkenntnisse nutzen müsse, solange sie Gültigkeit haben.

Die nächsten Schritte wolle man nun mit der RTV, der RMV und Wiesbaden besprechen. "Es wäre wünschenswert, dass der RMV sowie das Land Hessen die Anteile der Stadt Mainz an der CityBahn GmbH erwerben, man den Unternehmenszweck der Gesellschaft hinsichtlich Reaktivierung der stillgelegten Bahntrasse neu ausrichte und dann eine Neubewertung der Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Trasse zeitnah gemeinsam startet", erläutert der Taunussteiner Bürgermeister auch einen möglichen, konkreten und zeitnahen Projekteinstieg.

Das hessische Verkehrsministerium sei als Partner in dem Projekt von großer Wichtigkeit. "Beispiel für eine solche Kooperation ist die Nordmainische S-Bahn, die vom Land, den Städten Frankfurt und Hanau sowie dem RMV getragen wird. Dies sollten wir auch für diese stillgelegte Strecke anstreben."

"Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir das jahrzehntelang ungenutzte Potential der Aartalstrecke nun endlich auf die buchstäblichen Gleise bringen", so Zehner. "Höchste Zeit."

ITCS ermöglicht Echtzeitdatenübermittlung

RTV: Durch das System ist der Standort eines Busses jederzeit bekannt / Wichtige Hilfe bei der Optimierung der Fahrpläne

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) hat die erste Phase des Projektes zur Sicherung der Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Qualität von Fahrten und Bussen in eigener Verantwortung erfolgreich abgeschlossen, teilen der Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, Günter F. Döring, und RTV-Geschäftsführer Thomas Brunke mit. Das "ITCS-System" (Intermodal Transport Control System) nimmt online eine Erfassung und Übermittlung von reinen GPS-Daten vor, beispielsweise von dem Standort eines Busses zu einer bestimmten Zeit.

"Bei Beschwerden seitens der Fahrgäste kann so objektiv nachvollzogen werden, ob der Linienbus beispielsweise pünktlich an einer bestimmten Haltestelle war oder zu früh beziehungsweise zu spät gefahren ist. Das System dient auch der Absicherung des Fahrers, falls es mal Unstimmigkeiten gibt, ob eine Haltestelle von ihm angefahren wurde", erklärt Günter F. Döring. Es ist also zum Nutzen aller und soll dazu beitragen, dass die Busse exakt nach Fahrplan die Haltestelle an- und von dort wieder abfahren. Außer reinen GPS-Daten würden keinerlei Daten erhoben.

"Durch das GPS-System sind wir in der Lage, bei Kundenanfragen nachzuvollziehen, wann der Bus wo war und können dementsprechend Nachfragen von Kunden wie etwa Beschwerden besser bearbeiten. Wir sind in erster Linie daran interessiert, dass die Verkehrsunternehmen die geschuldete Busleistung vertragsgemäß erfüllen und unsere Fahrgäste zuverlässig und pünktlich von A nach B kommen", erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV.

Das System hat noch einen weiteren Nutzen: Es hilft bei der Optimierung des Fahrplanes und somit der Feststellung von objektiven Fahrzeiten auf den einzelnen Linien. "Auch zur Verbesserung des Fahrplans werden die Daten genutzt oder zur Qualitätssicherung in der Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen: Nun können wir im Falle von wiederholten gravierenden Verspätungen auch MALUS-Gespräche (Gespräche zu vertraglich geregelten möglichen Vertragsstrafen) mit den Unternehmen führen", ergänzt Gregor Prochaska, Leiter Qualitätsmanagement bei der RTV.

Nachdem das System implementiert ist, erfolgt der Übergang zu Phase 2, in der die Daten auch für die Fahrgastauskunft via App in Echtzeit erfolgen könne. "Damit würden dann die Fahrgäste in der RMV-App genau sehen können, ob und wenn ja wieviel Verspätung der Bus hat. Das wäre ein weiterer Service für unsere Fahrgäste," führt Brunke weiter aus. "Denn aktuell sind in der App lediglich die Soll-Daten angegeben". Der Abschluss der Phase 2 ist für Anfang 2021 geplant.



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