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Pressestimmen

Pressemitteilungen

Neues im Rheingau-Taunus-Kreis

Aktuelle Pressemitteilungen des Rheingau-Taunus-Kreises, darunter Veranstaltungshinweise, finden Sie auf www.rheingau-taunus.de

Infomaterial

RTV-Internetseite

Wesentliche Informationen zum Öffentlichen Nahverkehr finden Sie unter: www.rmv.de.

Ansprechpartner

Kreisverwaltung

Im Kreishaus, Heimbacher Straße 7, 65307 Bad Schwalbach finden Sie die Verwaltungsstelle des Rheingau-Taunus-Kreises. Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises.


.:ÖPNV im Rheingau-Taunus-Kreis


Coronavirus SARS-CoV-2: Auswirkungen auf den ÖPNV/Geänderte Fahrpläne

Um auch in Zeiten des Coronavirus einen zuverlässigen Betrieb auf Basis eines stabilen Grundangebotes sicherzustellen, haben der RMV und seine Partnerunternehmen im regionalen Schienen- und Busverkehr Fahrpläne mit eingeschränktem Fahrtenangebot abgestimmt: Der regionale Schienenverkehr wird reduziert, im lokalen Verkehr gelten größtenteils Ferienfahrpläne. Das Nachtverkehrsangebot wird vielerorts eingestellt.

Oberstes Ziel ist es dabei, trotz der Epidemie einen zuverlässigen Bus- und Bahnbetrieb für unsere Fahrgäste sicherzustellen und gleichzeitig eine sichere Arbeitsatmosphäre für das Fahrpersonal zu schaffen.

Tipps zur Verbindungssuche

Es ist zu beachten, dass die elektronischen Fahrplandaten in der RMV-App und RMV-Verbindungsauskunft die kurzfristigen Änderungen noch nicht alle berücksichtigen. Zudem fahren viele Busse derzeit nach eingeschränktem Ferienfahrplan, einige Haltestellen werden deshalb nicht bedient. Damit man trotzdem schnell ans Ziel kommen, gibt man am besten bei der Verbindungssuche die Start-/Zieladresse statt des Haltestellennamens ein bzw. aktiviert in der RMV-App die Standortsuche. Mit den Angaben zu Adresse oder Standort sucht das System die schnellste Verbindung inklusive Fußweg zur nächsten Haltestelle. Als weitere Möglichkeit kann - sofern angeboten - auf der Eingabeseite der Verbindungssuche unterhalb der "Von"- und "Nach"-Felder die "Suche auf Grundlage der aktuellen Verkehrslage" aktiviert werden.

Zusätzliche Hinweise

Auf den meisten Buslinien bleibt die Einstiegstür beim Fahrpersonal geschlossen. Dennoch gilt weiterhin die Fahrkartenpflicht.

Um Mitreisende sowie Personal bestmöglich vor Übertragung des Coronavirus zu schützen, bittet die RMV alle Fahrgäste um Einhaltung der Hygieneregeln.

Weitere Informationen gibt es auf der RMV-Webseite www.rmv.de.

Sicherheitsmaßnahmen Coronavirus im ÖPNV

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) informiert darüber, dass ab Samstag, 14. März 2020 auf allen regionalen und überregionalen Buslinien im Kreisgebiet der Vordereinstieg und der Fahrkartenverkauf durch das Fahrpersonal gestoppt sind. Fahrgäste werden gebeten, gültige Fahrausweise an den Automaten oder Vorverkaufsstellen zu erwerben. "Dieses Vorgehen haben wir seitens des RTV angeordnet, um das Fahrpersonal bestmöglich zu schützen und die weitere Verbreitung des Coronavirus‘ zu unterbrechen", so Geschäftsführer Thomas Brunke.

Im Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft RTV analog ESWE-Verkehr diejenigen Verkehrsunternehmen, die zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Fronteinstieg bei Bussen aussetzen und einen Mindestabstand zum Fahrer einrichten wollen.

Fahrscheine werden im Bus bis auf Weiteres nicht verkauft. Dennoch gilt die Fahrscheinpflicht. Elektronische Tickets sind bevorzugt zu benutzen. Fahrscheine sind, wenn möglich vor Fahrtantritt zu lösen.

Als Mitglied des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die RTV ihren Partnern die entsprechenden Rundschreiben des VDV zum neuartigen Corona-Virus sowie die VDV-Leitlinie zur Pandemieplanung in Verkehrsunternehmen empfohlen. "Zudem stehen wir mit dem RMV im ständigen Kontakt, um weitere Empfehlungen abzustimmen", so Verkehrsdezernent Günter F. Döring. Weiterhin werden alle Fahrgäste gebeten, die allgemeinen Hygienehinweise zu berücksichtigen, wie zum Beispiel das Niesen in die Ellenbogenbeuge.

Rückschnitt entlang der Aartalbahntrasse umweltverträglich abgeschlossen

Vorarbeiten an der Aartalbahnstrecke im Zeitplan geblieben

Die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt hatte alle notwendigen Genehmigungen erteilt und so konnten die Rückschnittarbeiten auf der Aartalbahnstrecke weit vor dem 29. Februar 2020 abgeschlossen werden. Für die geplante Straßenbahn unter dem Arbeitstitel CityBahn und deren Teilstrecke von Wiesbaden nach Bad Schwalbach -Bahnhof-, war die Maßnahme notwendig, um die zwingend vorgeschriebene Baugrunduntersuchung für die Trasse in diesem Frühling/Sommer in regenarmer Zeit zu ermöglichen.

Die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung sind ein Teil der Bewertung durch die Obere Wasserbehörde.

Die Einhaltung des ambitionierten Zeitplans des Projekts war aus folgenden Gründen besonders wichtig:

Eine gesetzliche Vorgabe besagt, dass nur bis zum 29. Februar 2020 Pflanzen- und Baumschnittarbeiten vorgenommen werden dürfen. Hintergrund: Seit 1. März 2020 ist das Bundes- Naturschutzgesetz in Kraft getreten. Dort werden unter anderem auch bundeseinheitlich Fäll- und Schnittverbote in der Baumpflege geregelt. Die Regelungen betreffen auch alle Bäume, Hecken, Sträucher und weitere Gehölze an der Bahnstrecke in der Zeit vom 1. März bis 30. September. Zudem liegen auch in der Phase Brut-, Setz- und Nistzeiten zahlreicher Tierarten. Darunter auch einige geschützte Tierarten wie die Haselmaus.

Daher wurden alle Rückschnittarbeiten auf der geplanten CityBahn-Strecke von einer ökologischen Bauüberwachung begleitet. Das hat die Einhaltung der artenschutzrechtlichen Maßnahmen zum Schutz streng geschützter Tierarten auf der Strecke gewährleistet. Die fachliche Untersuchung auf überwinternde Haselmäuse beziehungsweise weitere artenschutzrechtlich relevante Arten ergaben dort keine Hinweise auf Haselmäuse.

Bei all diesen umweltfreundlichen Rückschnittmaßnahmen auf der Trasse handelt es sich sinngemäß um Unterhaltungsarbeiten entlang der Bahnstrecke. Sie sind nicht die Voraussetzung für einen Bahnbetrieb. Zur Ausführung der Rückschnitte kamen drei Geräteführer mit zwei Freischneidern und einer Kettensäge der Fachfirma Labor Gumm zum Einsatz. "Das Projekt CityBahn hat das Ziel, Luft und Klima in den angeschlossenen Gebieten Wiesbaden, Mainz und Rheingau-Taunus-Kreis zu verbessern. Diesen ökologischen und umweltfreundlichen Ansatz übertragen wir auch auf unsere Planungs- und Baumaßnahmen. Diese sollen ebenfalls so schonend wie möglich über die Bühne gehen", gibt der Gesamtprojektleiter der CityBahn, Kai Mumme, als Anspruch aus.

Für die Kreisstadt Bad Schwalbach sowie für die größte Kommune im Kreis, die Stadt Taunusstein sind bereits je ein Termin für Informationsveranstaltungen für die Bürger zum Thema CityBahn geplant. Die Termine lauten für Bad Schwalbach: Mittwoch, 18. März 2020, ab 19.00 Uhr im Allee-Saal und für Taunusstein am Montag, 16. März 2020, ab 1900 Uhr im Bürgerhaus Hahn. Eine vorherige Anmeldung zu den Veranstaltungen ist nicht erforderlich.

Über 2.200 Einwohner des Kreises gaben Anregungen zur zukünftig Mobilität im Kreis

Landrat Frank Kilian: Die Bürgerbeteiligung kommt an / Nun folgen die Bürgerforen

"Wir sind auf dem richtigen Weg", freut sich Landrat Frank Kilian über die rege Teilnahme an der Online-Befragung zum Thema 'Mobilität' auf der Internetseite www.zusammen-zukunft.de. Über 2.200 Einwohner des Rheingau-Taunus-Kreises beantworteten die im Internet formulierten Fragen und gaben darüber hinaus viele konstruktive und interessante Anregungen, um die Mobilität im Rheingau-Taunus-Kreis weiterzuentwickeln und zu verbessern. "Die Menschen bringen sich mit ihren Ideen ein und schilderten uns ihre Erfahrungen mit dem ÖPNV aber auch mit dem Individualverkehr. Das ist gelebte Bürgerbeteiligung", so der Landrat. Die Anregungen und Ideen stellen nun einen wichtigen Beitrag für das Mobilitätskonzept des Kreises dar.

Im Rahmen der drei öffentlichen Bürgerforen zum Thema 'Mobilitätskonzept für den Rheingau-Taunus-Kreis' als Teil der aktiven Bürgerbeteiligung "werden wir einige Anregungen vorstellen". Zu denen Foren sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. "Wir wollen ganz offen mit den Menschen über die zukünftige Mobilität im Kreis diskutieren und freuen uns deshalb auf eine rege Resonanz", betont der Landrat.

Folgende Veranstaltungstermine werden angeboten:

Es handelt sich jeweils um eine Veranstaltung gleichen Inhalts, so dass die Bürgerinnen und Bürger das Bürgerforum auswählen können, das örtlich oder zeitlich passend ist. Bei den Foren haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit ihren Ideen und Vorschlägen aktiv an den Mobilitätszielen des Kreises mitzuwirken. Was ist für die eigene Mobilität in den nächsten Jahren wichtig? Welche Ressourcen werden dafür benötigt? Was kann jeder einzelne beitragen? Auf die Antworten ist die Stabsstelle Kreisentwicklung der Kreisverwaltung gespannt.

"Wie sich der Rheingau-Taunus-Kreis zukünftig entwickelt, soll auch von den Ideen und vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger abhängen. Deshalb ist eine breite Beteiligung bei den Bürgerforen wünschenswert. So können wir miteinander mehr möglich machen", so Landrat Kilian.

Für eine bessere Planung wird um eine Anmeldung per Mail unter [Ihr Browser unterstützt im Moment kein JavaScript, sodass die Mailadresse nicht angezeigt wird. Setzen Sie bitte manuell zwischen 'buergerbeteiligung' und 'rheingau-taunus.de' ein At-Zeichen oder aktivieren Sie JavaScript.] gebeten.

Vorschläge aus dem Schulwettbewerb 'Klasse Klima – Fridays for Future' werden schrittweise umgesetzt

Verbesserungen im Linienverkehr der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV)

"Aus dem umfangreichen Themenkatalog des Ideenwettbewerbes 'Klasse Klima – Fridays for Futur' können einige Vorschläge, die im Verantwortungsbereich der RTV liegen, sehr zeitnah umgesetzt werden", teilt Verkehrsdezernent Günter F. Döring mit.

Die vom Kreistag im Dezember 2019 beschlossene Umsetzungsprüfung für die Bereiche Idstein, Eltville, Taunusstein, Hohenstein und Aarbergen wurde vom RTV-Team unverzüglich erledigt, sodass laut Geschäftsführer Thomas Brunke bereits die ersten Maßnahmen umgesetzt wurden bzw. zeitnah realisiert werden können.

Eltville, Schlangenbad

Im Bereich von Eltville wurden bereits zum 3. Februar 2020 zusätzliche Abfahrten am Schulzentrum nach der siebten Schulstunde auf der Linie 170 nach Walluf um 14:20 Uhr sowie auf der Linie 172 nach Kiedrich um 14:25 Uhr eingerichtet und die Abfahrten nach der achten Stunde optimiert. Hiervon profitieren insbesondere die Schülerinnen und Schüler der Realschule, die ihre Busse nun besser erreichen können. Zusätzlich konnte durch die Verlängerung von Fahrten der Linie 170 an Schultagen das Gewerbegebiet Walluf angebunden werden. Die bisher in Walluf an der Schönen Aussicht endenden Fahrten um 14:02 Uhr, 14:39 Uhr, 15:24 Uhr, 16:09 Uhr und 16:59 Uhr verkehren nun weiter bis zum Bahnhof nach Eltville.

Des Weiteren ist geplant, nach den Osterferien zusätzliche Verbesserungen umzusetzen. So soll zukünftig um 7:00 Uhr ab Georgenborn ein zusätzlicher Bus nach Eltville über Schlangenbad, Rauenthal und Martinsthal verkehren. Hierdurch werden deutlich mehr Kapazitäten bereitgestellt und für die Georgenborner Kinder entfällt das Umsteigen am Landgrafenplatz.

Idstein, Hünstetten

Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember wurden im Bereich Idstein und Hünstetten Verbesserungen durch einen zusätzlichen Bus auf der Linie 224 zwischen Görsroth und Idstein zur ersten und nach der sechsten Stunde sowie den Einsatz eines Gelenkbusses anstatt eines kleineren Fahrzeugs auf der Linie 270 umgesetzt. Für den Bereich Idstein befinden sich folgende Maßnahmen in der Abstimmung mit der Nassauischen Verkehrsgesellschaft und sollen, falls möglich, bereits nach den Osterferien 2020 umgesetzt werden: Aus Waldems soll die Anfahrt zur ersten Stunde verbessert werden, so dass die Kinder später losfahren können und nicht mehr so lange vor Unterrichtsbeginn am Pestalozzigymnasium und der Limesschule ankommen. Geplant ist die Abfahrt aus Steinfischbach zukünftig um 6:50 Uhr anstatt wie bisher um 6:37 Uhr mit Ankunft um 7:21 Uhr an der Limesschule.

Weiterhin ist für den Bereich Waldems eine Anfahrt zur zweiten Stunde an die Idsteiner Schulen geplant; Abfahrt in Steinfischbach um 7:42 Uhr. Darüber hinaus sollen Fahrten an schulfreien Tagen verbessert werden. Konkret ist angedacht, eine Taktlücke von fast 90 Minuten zu schließen und morgens an schulfreien Tagen einen 30-Minuten-Takt nach Idstein mit Abfahrten um 5:04 Uhr, 5:42 Uhr, 6:12 Uhr, 6:42 Uhr, 7:12 Uhr und 8:12 Uhr ab Steinfischbach in Richtung Idstein zu ermöglichen.

Taunusstein, Hohenstein, Aarbergen

Für den Bereich Taunusstein, Hohenstein und Aarbergen sind Verbesserungen auf der sehr gut nachgefragten Linie 245 geplant. Derzeit wird geprüft, ob auf dieser Linie nachmittags ein 30-Minuten-Takt von Hahn Schulzentrum nach Wiesbaden Hauptbahnhof eingerichtet werden kann, um der gestiegenen Nachfrage zu dieser Tageszeit gerecht zu werden. Weitere Verbesserungen für das Wochenende sind vorgesehen. Für samstags wird geprüft, ob Fahrten der Linie 245 von und nach Wiesbaden verlaufen können. Damit sollen zusätzliche Kapazitäten am Mittag geschaffen werden, da es zu dieser Tageszeit verstärkt zu Überfüllungen auf den Linien 273 und 274 kommt. Zusätzlich soll der Fahrkomfort der Fahrgäste durch den Wegfall des Umstieges in Taunusstein Hahn ZOB verbessert werden. Die Umsetzung der Maßnahmen auf der Linie 245 ist ebenfalls für April 2020 angedacht.

"Mit den aufgelisteten Maßnahmen, die ein Kostenvolumen in Höhe von zirka 135.000 Euro pro Jahr ausmachen, können wir zu einer weiteren Verbesserung und Optimierung im Schülerverkehr beitragen", so Döring. "Auch für weitere Optimierungsvorschläge bei den Schülerverkehren hat die RTV ein offenes Ohr und wird diese prüfen", so Geschäftsführer Brunke abschließend.

RTV und Polizei erweitern ihre Zusammenarbeit

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (RTV) wird im Jahr 2020 die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Polizei im Rheingau-Taunus-Kreis weiter ausbauen. "Wir planen in diesem Jahr wieder mehrere groß angelegte gemeinsame Prüfungen mit der Landespolizei und darüber hinaus im Rheingau speziell auch an Bahnhöfen mit der Bundespolizei durchzuführen. Diese Sicherheitskampagne soll sowohl den Fahrgästen als auch dem Fahrpersonal nutzen und die Sicherheit für beide Parteien erhöhen", erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV.

Bei einem runden Tisch Ende Januar, an dem neben dem Geschäftsführer der RTV, die Leiterin der Polizeidirektion Rheingau-Taunus Eva Hertel, Polizeioberkommissar Sven Opitz und auch Verkehrsdezernent Günter F. Döring teilnahmen, wurden die geplanten Aktionen für dieses Jahr besprochen: "Es ist mir ein großes Anliegen, sowohl den Fahrgästen bewusst zu machen, dass sie sicher mit Bus und Bahn unterwegs sind, als auch dem Fahrpersonal zu signalisieren, dass sie bei der Ausübung ihres Berufs auf uns zählen können. Insbesondere Busfahrer werden heutzutage viel zu wenig wertgeschätzt. Anstatt man ihnen höflich und respektvoll entgegentritt, sehen sie sich leider oftmals Anfeindungen ausgesetzt", so Döring. Das müsse wieder besser werden, appelliert er an die Fahrgäste.

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt vier groß angelegte Kontrollen im Rheingau-Taunus-Kreis, die sich bislang allerdings auf Busse und Bushaltestellen beschränkt haben. Dies soll nun erweitert werden und die Bundespolizei soll bei den Aktionen im Schienenbereich hinzugezogen werden. Darüber hinaus sind spezielle Maßnahmen geplant, die zur Prävention und Deeskalation beitragen sollen: "Die Kontrollen, die wir bisher mit der RTV zusammen durchgeführt haben, sind sehr gut verlaufen und zeigen uns, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Im Zuge der gemeinsamen Bemühungen können wir für das Fahrpersonal gezielt eintägige Schulungen anbieten zu Themen wie 'Grundsätze der Kommunikation', 'Konfliktbewältigung mit praktischen Übungen' oder auch zu rechtlichen Themen", erklärt Polizeidirektorin Eva Hertel.

Sicherheit und Schutz der Natur stehen an erster Stelle

Dezernent Döring: Freischnitt der Aartalbahnstrecke als Basis für Baugrunduntersuchung / Appelle: Die CityBahn muss kommen

Grafik Freischnitt Aartalbahn
Der Freischnitt der Aartalbahn vom Chausseehaus auf Wiesbadener Gemarkung über die Eiserne Hand bis nach Bad Schwalbach auf Kreisgebiet beginnt.
© Rheingau-Taunus-Kreis

Die Botschaft von Günter F. Döring, Dezernent für ÖPNV-Angelegenheiten des Kreises und einer von drei Geschäftsführern der CityBahn GmbH, war klar und unmissverständlich: In diesen Tagen beginnt der Freischnitt der Aartalbahnstrecke vom Chausseehaus auf Wiesbadener Gemarkung bis in die Mitte von Bad Schwalbach. "Dieser dient als Basis für die folgende Baugrunduntersuchung auf der Strecke. Nein, damit ist kein Baubeginn für die CityBahn verbunden", berichtete Döring. Zweitens ging es Döring und CityBahn-Mit-Geschäftsführer Prof. Dr. Hermann Zemlin darum, deutlich zu machen, dass bei den Untersuchungen der Grundsatz "Sicherheit und Schutz der Natur an erster Stelle stehen!" Deshalb erläuterten Sebastian Schuck und Werner Volker Gumm die einzelnen Phasen des Freischnitts und der Baugrunduntersuchung, um danach die zum Einsatz kommenden Geräte zu präsentieren.

Döring: "Eine wichtige Voraussetzung für die Planung und die Genehmigung der Trasse ist die genaue Kenntnis des anstehenden Baugrundes. Dafür sind vorschriftsmäßig Untersuchungen durchzuführen." Art und Umfang richten sich nach Schwierigkeit des Bauwerks und den Baugrundverhältnissen. Doch vor Bohrungen und Sondierungen muss die Strecke - vor allem - im Waldgebiet erst einmal freigelegt werden.

Dass der Freischnitt der in großen Teilen fast vollkommen zugewucherten Bahngleise erfolgen muss, unterstrich Sebastian Schuck mit einigen Bildern von einer Begehung der Strecke. Dünne und dickere Baumstämme recken sich auf der Trasse empor. Gras deckt das Gleisbett ab. Döring: "Wir benötigen den Freischnitt, um die Strecke begehbar zu machen." Danach können die eigentlichen Untersuchungen des Bauuntergrundes erfolgen, etwa Bohrungen im Gleisbett, um zu erfahren, wie die Qualität des Bahndammes ist. Mit eingebunden ist zudem eine Voruntersuchung der Flora und Fauna. Auch die acht Bauwerke auf der Strecke werden überprüft. Diese Maßnahmen laufen im Bereich der Planung.

Grafik Freischnitt Aartalbahn
Mit dem Gerät erfolgen alle 100 Meter eine Bohrung, um Erkenntnisse über Untergrund zu erhalten.
© Rheingau-Taunus-Kreis

Laut Schuck und Gumm durchkreuzt die Aartalbahn "hochsensible Bereiche", die als Wasserschutz- und Artenschutzgebiet ausgewiesen sind. "Deshalb ist Vorsicht angesagt!", so Gumm, der auch betont, dass elektrische Geräte zum Einsatz kommen, die den neuesten Anforderungen und Standards entsprechen. Die werden beispielsweise auf Draisinen, die mit einem Wannenaufsatz versehen sind, auf die Schienen gesetzt und danach zum Einsatzort gerollt werden. "Alle 100 Meter findet eine Bohrung statt", erzählt Schuck. Die Wannen sollen bewirken, dass kein Öltropfen in das Erdreich gelangen kann. "Der Schutz geht vor", erläutert Gumm.

Die Streckenlänge des Abschnitts beträgt rund 18 Kilometer. Die Maßnahme dauert nach den Worten der Experten von Februar 2020 bis etwa Juni 2020 und muss in niederschlagsarmer Zeit durchgeführt werden. Dabei entstehen Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro. Beauftragt mit dieser Maßnahme wurde die in diesen Dingen erfahrene Fachfirma Labor Gumm aus Laufersweiler. Im Ergebnis soll der Bodenbestand technisch sicher geprüft sein als Basis für eine Genehmigung. Daraus ergeben sich dann die erforderlichen zukünftigen Maßnahmen, so der Dezernent.

Aus den Ergebnissen entsteht eine sogenannte georeferenzierte Karte. Besondere Risiken bestehen bei der Festlegung der Bohrpunkte darin, im Erdreich mögliche Kampfmittel vorab sicher zu ermitteln. Dabei werden unterstützend Georadar-Geräte oder sogenannte Geomagnetik-Sonden bei der Ortung eingesetzt. Nach der örtlichen Erkundung werden Bohrproben im Labor weiter untersucht. Die Proben werden analysiert und in verschiedenen Analysen chemisch eindeutig untersucht und bewertet. Mit den besonders aufwändigen Methoden zur Erkundung des Baugrundes folgen die Auftraggeber den Vorgaben u.a. der Oberen Wasserschutzbehörde - angesiedelt beim Regierungspräsidium Darmstadt. Das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Döring, Zemlin und der Taunussteiner Bürgermeister Sandro Zehner nutzten den Termin, um die große Bedeutung der Infrastrukturmaßnahme im Kreis zu unterstreichen. Döring: "Der Schienenverkehr ist bereits heute das Rückgrat des ÖPNV, weshalb wir die schienengebundene Verbindung zwischen Mainz, Wiesbaden, Taunusstein und Bad Schwalbach dringend benötigen." Zehner untermauert dieses Aussage mit Zahlen: "Zwischen 3.400 und 5.000 Fahrten aus Taunusstein nach Wiesbaden könnten durch die CityBahn entfallen. Dadurch erfolgt eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens auf dem 1. und 2. Ring in Wiesbaden."

Zudem verwies der Dezernent auf ökologische und ökonomische Aspekte: "Wer saubere Luft - gerade auch in Wiesbaden - haben will, muss die Region mit in Betracht ziehen. Schließlich leistet der Rheingau-Taunus-Kreis mit seinen Wäldern einen wichtigen Beitrag für eine saubere Luft." Zudem werde die wirtschaftliche Entwicklung der Region von dem Verkehrsmittel profitieren. Und Prof. Zemlin ergänzt: "Wer die Verkehrsproblematik, die auch durch die geplanten Wohnbaugebiete in Wiesbaden noch zunehmen wird, in Griff bekommen will, dem gelingt dies nur mit einem modernen, schienengebundenen Verkehrsmittel, das die Region verbindet."

Beratung auf Platz eins bei der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft

Das Servicetelefon der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbh (RTV) wird von den Bürgern der Rheingau-Taunus-Kreises gut angenommen, wie eine Auswertung der Gespräche aus dem letzten Jahr ergab. Im Jahr 2019 gab es insgesamt 4.278 Gespräche rund um die Themen Fahrpanauskunft, Tarifauskunft, Fahrkarten, Fahrplankonzeption, Beschwerden und Sonstiges bzw. speziell Fragen zum Fundbüro. Das entspricht knapp 100 Anrufen pro Woche.

"Wir sind nicht nur in 18 Verkaufsstellen persönlich erreichbar, sondern sind für die Fahrgäste auch telefonisch für Beratung, Auskünfte und Vorschläge da. Eine Auswertung der Themen, die für die Bürger besonders wichtig ist, hat ergeben, dass die telefonische Beratung 78 Prozent der Anrufe im letzten Jahr ausmacht", erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer des serviceorientierten Mobilitätsdienstleisters. Die Beratung bezieht sich vor allem auf Fahrplanauskünfte (29 Prozent), Auskünfte zu Tarifen (19 Prozent) und Anfragen zum Schülerticket (22 Prozent). Davon ausgenommen sind spezielle Anfragen zum Streik (6 Prozent), der Ende 2019 einige Tage in Hessen andauerte.

Die Servicenummer nimmt natürlich auch Beschwerden, beispielsweise wegen Ausfall eines Busses, entgegen, welche aber nur sieben Prozent aller Anrufe in 2019 ausmachten. Sechs Prozent der Anrufe waren Fragen zur Fahrplankonzeption, bei drei Prozent der Anrufe ging es um verlorene Gegenstände, Fundsachen oder sonstige Fragen.

Verkehrsdezernent Günter F. Döring erklärt: "In einem Flächenkreis wie dem Rheingau-Taunus-Kreis, der über 800 Quadratkilometer umfasst, ist das Servicetelefon eine gute und sinnvolle Ergänzung zum persönlichen Kontakt oder dem Internet. Die Servicenummer ist täglich von 6 bis 20 Uhr für Fragen erreichbar".

Wer Fragen zu Fahrplanauskünften, Tarifen etc. stellen möchte oder Anregungen, Lob oder Kritik zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) äußern möchte, kann dies unter der Telefonnummer 06124 7265914 tun.

Mit dem "fahrerlosen Bus" ins Jubiläumsjahr

RTV begeht das 25-Jährige / Neues Logo / Mit der App den Kleinbus ordern

Neues Logo der RTV
Neues Logo der RTV
© Rheingau-Taunus-Kreis

Nach einem ereignisreichen und guten Jahr 2019 startet die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) in ihr Jubiläumsjahr: Vor 25 Jahren wurde die RTV gegründet und steuert seitdem den lokalen öffentlichen Personennahverkehr im Rheingau-Taunus-Kreis. "Ab 2020 präsentiert sie sich in neuem Gewand", berichtet ÖPNV-Dezernent Günter F. Döring. Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, ergänzt: "In 2019 konnten wir unter anderem mit der Einführung des sogenannten ITCS, einem Echtzeit-Verkehrskontrollsystem unseren Service weiter verbessern. Für 2020 sind weitere Projekte geplant: Neben der Einführung des neuen Logos werden uns unter anderem die Themen autonomes Fahren sowie On-Demand-Services in unserem Jubiläumsjahr und darüber hinaus begleiten."

Die Verkehrsgesellschaft nimmt gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden an einem Pilotprojekt des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zum Betrieb eines "Fahrerlosen Busses" auf dem Gelände des Klosters Eberbach teil. Brunke: "Innerhalb der On-Demand-Mobilität arbeitet die RTV zusammen mit dem RMV daran, die Attraktivität des ÖPNV in der Region FrankfurtRheinMain durch ergänzende, sogenannte 'digitale On-Demand-Services' zu erhöhen." Flexibel, schnell, kurzfristig und einfach per Smartphone App sollen Fahrgäste zukünftig Kleinbusse bestellen können, um zum gewünschten Zeitpunkt von A nach B gefahren zu werden. "Die millionenschwere Förderung des On-Demand-Projektes durch den Bund zeigt, wie wichtig es ist, den ÖPNV auf die nächste Stufe zu heben", führt Brunke aus.

Eine sichtbare Veränderung der RTV gibt es auf jeden Fall durch das neue Logo: Die Verkehrsgesellschaft hatte nach 25 Jahren ein neues Corporate Design dringend nötig. "Sowohl die Farben als auch das Logo sind nun doch ein wenig in die Jahre gekommen, sodass wir uns für eine frischere Farbgebung entschieden haben", erläutert Brunke. Auch bei den Bussen wird sich das neue Corporate Design natürlich bemerkbar machen, allerdings wird das noch ein bisschen dauern: Um unnötige Kosten zu vermeiden, wird der neue Look erst mit der Ausschreibung und Neuvergabe in 2022 umgesetzt, betont ÖPNV-Dezernent Günter F. Döring.

RTV, RMV und Taunusstein starten Leuchtturmprojekt

Fördergelder für On-Demand-Mobilität wurden vom Bundesverkehrsministerium in Berlin bewilligt / ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum weiterentwickeln

Mit dem Projekt "On-Demand-Mobilität für die Region FrankfurtRheinMain" verfolgen die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), die Stadt Taunusstein und der RMV das Ziel, Fahrgäste direkt und bequem von Tür zu Tür - und nicht nur von Haltestelle zu Haltestelle - zu befördern. Wie Landrat Frank Kilian und ÖPNV-Dezernent Günter F. Döring vermelden können, erhält das Projekt nunmehr einen großen Schub. Döring: "Im Rahmen einer Förderung von Digitalprojekten, die der RMV und weitere Partner vom Bund erhalten, fließen elf Millionen Euro an den RMV." Ein Teil dieser Förderung fließt in das On-Demand-Projekt im Rheingau-Taunus-Kreis, ergänzt Kilian. Die Mittel stammen aus dem "Sofortprogramm Saubere Luft", mit dem der Bund die Luftqualität in Ballungsgebieten verbessern will.

Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, nahm an der Übergabe der Förderbescheid-Urkunden von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Ende Dezember in Berlin teil. "Das Förderprogramm ist auf fünf Jahre angelegt und bietet die einmalige Chance für den Rheingau-Taunus-Kreis und die RTV, das erste Digital-on-Demand-Projekt mit massiver finanzieller Unterstützung des Bundes und innerhalb des Konsortiums des RMV zu verwirklichen. Durch die Erfahrungen innerhalb von Taunusstein werden wir auch Erkenntnisse für weitere Projekte in anderen Kreisteilen zu gewinnen," freut sich Brunke über die Zusage. Die Gesellschafterversammlung der RTV habe diesem Leuchtturmprojekt bereits zugestimmt, die Stadt Taunusstein muss die Zustimmung in den Gremien noch herbeiführen.

"Wir freuen uns, dass ein solch innovatives Projekt in Taunusstein fünf Jahre seitens des Bundesverkehrsministeriums und des RMV getestet werden soll. Der Magistrat wird zeitnah eine Beschlussfassung hierüber einleiten und gemeinsam mit der RTV und den Bürgern das genaue Projektdesign in 2020 erarbeiten", begrüßt Bürgermeister Sandro Zehner das Leuchtturmprojekt für Taunusstein.

Neben Taunusstein nehmen neun weitere Partner in der Region FrankfurtRheinMain teil: Limburg, Wiesbaden, Hofheim, Kelsterbach, Frankfurt / Main, Darmstadt, der Landkreis Offenbach, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und Hanau wollen in den kommenden Jahren ebenfalls einen On-Demand-Dienst starten. Thomas Brunke: "Der RMV als Verkehrsverbund entwickelt das Hintergrundsystem, mit dem Abhol- und Zielorte individuell eingegeben werden können." Dem System liege ein Algorithmus zugrunde, es werden automatisch Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen gebildet, die ein ähnliches Ziel haben, um dafür zu sorgen, dass Fahrgäste möglichst effizient an ihr Ziel kommen.

Dezernent Döring erläutert: "Ein Ziel ist es, mit einem 'Digital on Demand System' im Bereich der Stadt Taunusstein die Fahrten mit dem PKW nach Wiesbaden zu reduzieren, um dort einen Beitrag zur Luftreinhaltung zu leisten." Die Stadt Taunusstein wurde ausgewählt, weil es die meisten Auspendler im Kreisgebiet in Richtung Wiesbaden hat. Im Jahr 2017 waren es laut Stau- und Pendlerstudie 2018 der Initiative Perform Zukunftsregion FrankfurtRheinMain zirka 19.000 Auspendler nach Wiesbaden, das entspricht über einem Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Rheingau-Taunus-Kreis.

Wie Günter F. Döring weiter berichtet soll neben dem Umwelt-Aspekt mit der On-Demand-Mobilität das Angebot im ÖPNV auch im ländlichen Raum weiterentwickelt werden. "Wir wollen zudem zeitliche und räumliche Angebotslücken dadurch schließen", so Döring. Weiterhin soll eine einheitliche kundenfreundliche Plattformlösung etabliert werden, berichtet Thomas Brunke abschließend.

Achtung RMV-Falle

Grafik RMV-Tarif 30
RMV-Tarif 30
© RMV

Die Stadt Taunusstein hat schon Mai 2019 in einer Pressemitteilung die neue Preisstufe 30 für Fahrten in die Landeshauptstadt Wiesbaden beworben. Und Bürgermeister Zehner zeigte sich hocherfreut: "Es ist daher ein großartiger Erfolg nach langen Verhandlungen, dass es nunmehr zur Einführung eines Sondertarifes für Taunusstein als Nachbarkommune zu Wiesbaden kommt. Dies wird die Fahrpreise nach Wiesbaden um bis zu 30 Prozent reduzieren und damit eine deutliche Entlastung der Nutzer bedeuten" und sprach von einem Durchbruch. In der Praxis erweist sich jedoch, dass die Fahrgäste nicht wirklich Buchstabe für Buchstabe die Meldungen dazu gelesen haben.

Fragt man Busfahrer, die auf der Strecke Taunusstein - Wiesbaden unterwegs sind, stellt sich heraus, dass so mancher ÖPNV-Nutzer noch die Bedingungen der bisherigen Pendlerkarte, der Taunussteiner Umweltkarte, im Kopf hat. Mit dieser Karte konnte man 2016 für 1.008,40 € für eine Jahreskarte als Erwachsener laut PDF-Icon  Flyer auf der Internetseite der Taunussteiner Grünen bis nach Mainz fahren. Wer die Inkludierung der Stadt Mainz annimmt, wird dort bei Kontrollen mit einer nicht gültigen Fahrkarte erwischt und bezahlt 60 €.

In der Stadt Mainz gilt die neue Tarifstufe 30 des RMV nicht. Die neue Stufe 30 gilt ausgehend von Taunusstein jedoch auch bis in die Wiesbadener AKK-Stadtteile, also nach Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim. Arbeitet man in Mainz an anderer Stelle, muss man eine PDF-Icon  Karte der Preisstufe 4 lösen. Statt 4,15 € für eine Einzelfahrt Erwachsene bezahlt man dann 5,00 €. Alle Einzelheiten zum neuen Nachbarschaftstarif finden Sie auf der Internetseite der RMV.

Weitere Informationen zu Änderungen im ÖPNV zum Jahreswechsel lesen Sie hier. Übrigens: In den Wiesbadener Bussen ist seit dem 12. August 2019 die Regelung "Einstieg vorne" dauerhaft aufgehoben worden. Kontrollen der Fahrausweise durch die Prüfer erfolgen regelmäßig.

Landrat Frank Kilian: Portal zur Bürgerbeteiligung im Rheingau-Taunus-Kreis ist online

Unter www.zusammen-zukunft.de können sich Kreis-Bewohner zu ausgewählten Themen zukünftig äußern / Aktuell: Mobilität im Landkreis / Teilnahme noch bis 29. Februar

Grafik Portal zur Bürgerbeteiligung im Rheingau-Taunus-Kreis
Das Bürgerbeteiligungsportal unter www.zusammen-zukunft.de ist freigeschaltet und für Internet-Nutzer erreichbar.
© Rheingau-Taunus-Kreis

"Die Freischaltung der Internetseite www.zusammen-zukunft.de ist erfolgt. Den Startschuss für eine aktive Bürgerbeteiligung im Rheingau-Taunus-Kreis konnten wir damit leisten", berichtet Landrat Frank Kilian. Wie sich der Rheingau-Taunus-Kreis zukünftig entwickelt, das soll auch von den Ideen und vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger abhängen. Kilian wie der Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises sprachen sich dafür aus, die Beteiligung der Bevölkerung im Kreis weiterzuentwickeln und die Beteiligungskultur auf Kreisebene auszubauen und zu verbessern. Nun geht der Kreis mit der Freischaltung der Internetseite den ersten Schritt. "Wir ermöglichen Interaktionen zwischen allen Beteiligten", so der Landrat und weiter: "Wir beziehen die Meinungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger im Rheingau-Taunus-Kreis bei ausgewählten Themen künftig noch intensiver und systematischer mit ein."

Mit dem neuen Online-Portal unter www.zusammen-zukunft.de erhofft sich der Kreis, neue Zielgruppen erreichen zu können. Also jene Menschen, die sich bisher noch nicht oder selten mit dem Geschehen im Kreis auseinandergesetzt haben. Deshalb steht die Benutzerfreundlichkeit des Bürgerbeteiligungsportals im Vordergrund. Es überzeugt durch Klarheit in der Darstellung und intuitive Bedienung. "Wir gestalteten das Portal bewusst schlank und übersichtlich, um eine umfassende Beteiligung zu ermöglichen", betont Horst Stockem von der Kreisverwaltung.

Wenige ausgewählte Fragestellungen laden die Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der jeweiligen Befragung zu beteiligen. Kilian: "Schließlich soll es auch ein wenig Spaß machen, seine Meinung zu hinterlassen und den Nutzern dabei wenig Zeit abverlangen." Auch auf mobilen Endgeräten, wie Tablets oder Smartphones, lässt sich das Portal bequem bedienen. Das Online-Portal dient zudem als Einstieg zu komplexeren Themen und damit verbundenen Fragestellungen. Künftig werden Nutzer der Seite dort immer aktuelle Informationen, Termine und Themen vorgestellt bekommen, die ihnen persönlich und zu jeder Zeit am Tag die Möglichkeit bieten, sich konkret an der Entwicklung des Kreises zu beteiligen. Stockem: "Die ersten Ergebnisse und Erfahrungen mit dem Portal dienen als Vorbereitung weiterer Beteiligungsformate, wie Workshops in Form von Bürgerforen im Landkreis, die zukünftig angeboten werden."

"Um dem angestoßenen Bürgerbeteiligungsprozess einen wichtigen Schub zu geben, haben wir ein Thema ausgewählt, das viele Bürgerinnen und Bürger motivieren soll: 'Die Mobilität im Kreisgebiet'", so Kilian. Der Mobilitätsmarkt wandelt sich derzeit grundlegend und in rasantem Tempo. Jeden Tag erscheinen neue Angebote, Services und Technologien, welche die Mobilität revolutionieren sollen. Wie sieht ein attraktiver ÖPNV aus Bus und Bahn zukünftig aus? Wie garantieren wir Mobilität in ländlichen Gebieten?

"Pilot-Thema des neuen Online-Portals und der Bürgerforen ist deshalb die Mobilität im Landkreis", erläutert Landrat Kilian. Der Kreis hat die Erstellung eines zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes in Auftrag gegeben. Die Basis dafür ist die Analyse des derzeitigen Mobilitätsangebotes. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können konkrete Hinweise zu Schwachstellen im Verkehrsnetz geben und Vorschläge für ein Leitbild und für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation einbringen.

Das Portal ist ab sofort unter www.zusammen-zukunft.de freigeschaltet. Die Befragung zum Thema Mobilität ist bis zum 29. Februar online, die Antworten auf die Fragestellungen werden anschließend sofort ausgewertet und veröffentlicht. "Wir legen großen Wert auf die Meinung der Bürgerinnen und Bürger – so können wir miteinander mehr möglich machen", so Landrat Frank Kilian. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich jetzt und bei zukünftigen Themen an den Online-Befragungen und Bürgerforen zu beteiligen.

Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019

Ausweitung des Verkehrsangebots zum Fahrplanjahr 2020

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (RTV) gibt Neuerungen rund um das Verkehrsangebot zum Fahrplanwechsel, der am 15. Dezember 2019 erfolgt, bekannt.

"Wir freuen uns, dass wir das Verkehrsangebot im Rheingau-Taunus-Kreis im nächsten Jahr deutlich ausweiten konnten. Beispielsweise gibt es bei einigen Linien nun einen Stunden- oder sogar Halbstundentakt, der das Pendeln zwischen den Gemeinden und Städten deutlich erleichtert. Auch die Tatsache, dass der Rheingau Express RE9 deutlich häufiger fährt, wirkt sich positiv auf die Zubringerlinien aus", so RTV-Geschäftsführer Thomas Brunke.

Der RE9 bringt Fahrgäste aus Eltville, Walluf, Schierstein und Biebrich montags bis freitags ohne Halt in Wiesbaden Hauptbahnhof wesentlich häufiger nach Frankfurt und zurück: Künftig fährt der Zug zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr im Stundentakt aus dem Rheingau zum Frankfurter Hauptbahnhof.

Das Fahrtenangebot wächst damit deutlich von vier auf 14 Fahrten am Tag an. Möglich wird die umfangreiche Ausweitung durch die Unterstützung der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB), die sechs der zusätzlichen Fahrten übernimmt. Um auch die umliegenden Gemeinden gut an die zusätzlichen Fahrten anzubinden, wird das Angebot der Buslinie X79 (Bad Schwalbach – Walluf) und der Linie 171 (Rüdesheim – Eltville) entsprechend mit ausgeweitet.

Viele Linien bieten mehr Fahrten als bisher:

Eine Ausweitung des 15-Minuten-Taktes bis 10 Uhr morgens dürfen Fahrgäste von der S2 (Niedernhausen – Frankfurt – Offenbach – Dietzenbach) künftig erwarten. Die Linie 172 (Eltville – Kloster Eberbach) verkehrt nun häufiger, so dass der RE9 nach Frankfurt Hauptbahnhof besser erreicht werden kann. Auch die Verbindung zwischen Nastätten und Wiesbaden wird durch die Ausweitung und Verlängerung der Fahrten bei den Linien X76 beziehungsweise 275 verbessert. RB 10, die "RheingauLinie", verkehrt nun auch morgens und nachmittags häufiger mit Fahrtverlängerung bis Frankfurt Hauptbahnhof.

Änderungen gibt es auch bei der Linie 205 (Nauroth – Bad Schwalbach): Watzelhain wird dadurch morgens besser angeschlossen, als es bisher der Fall war. Bei der Linie 231 (Idstein – Waldems) haben Fahrgäste durch die Fahrplanänderung in der Früh nun bessere Anschlüsse in Idstein, unter anderem zur Linie 269 nach Wiesbaden via Platte. Zwischen Orlen und Idstein gibt es bei der Linie 270 zur Schaffung neuer Kapazitäten eine neue Frühfahrt Richtung Idstein Bahnhof ab der Wehener Straße in Orlen.

Die sogenannte "Ländchesbahn", die RB 21 (Wiesbaden – Niedernhausen – Limburg), verkehrt montags bis freitags tagsüber durchgängig im Halbstundentakt zwischen Niedernhausen und Wiesbaden Hauptbahnhof. Richtung Limburg gibt es ab Niedernhausen eine neue Frühfahrt mit Anschluss an die erste S2, die von Frankfurt kommt. Auch abends gibt es künftig eine weitere Direktverbindung von Limburg nach Wiesbaden.

"Das Angebot auf der gut genutzten Expressbuslinie X72 Wiesbaden-Limburg wird nochmals deutlich erweitert: Wir konnten sowohl bei den Frühfahrten, bei den Vormittagsfahrten als auch am Wochenende bei den Abendfahrten die Anbindungen ausweiten. Fahrgäste kommen ab dem Fahrplanwechsel zwischen 15 und 19 Uhr im Halbstundentakt von Wiesbaden nach Limburg und zurück", erläutert Brunke.

Für Schüler gibt es folgende Änderungen:

Aus Kapazitätsgründen gibt es neue frühe Fahrten bei der Linie 243 (Bleidenstadt – Strinz-Trinitatis) sowie bei der Linie 224 (Idstein – Görsroth). Die Linie 207 (Bad Schwalbach – Hohenstein) kann mit einer zusätzlichen Fahrt an Schultagen am späten Vormittag aufwarten. Eine wichtige Änderung bei der Linie 220 (Idstein – Oberjosbach) gilt es zu beachten: Die Fahrten zur ersten Schulstunde zur Theißtalschule ab Oberseelbach und Engenhahn starten nun wenige Minuten später als bisher, aber immer noch rechtzeitig, um sicher die erste Stunde zu erreichen.

Auch Nachtschwärmer profitieren vom Fahrplanwechsel. Die Linie 274 (Wiesbaden – Bad Schwalbach) verkehrt abends ab 22 Uhr regelmäßig über Seitzenhahn und ermöglicht so eine Ausweitung des Stundentakts bis in die späten Nachtstunden. Auch die RB 10 (Neuwied – Rüdesheim – Wiesbaden – Frankfurt) bringt Fahrgäste in den Partynächten (Fr/Sa, Sa/So und vor Feiertagen) von und nach Frankfurt gegen Mitternacht nun mit einer zusätzlichen Spätfahrt nach Hause.

Alle Änderungen im Detail können unter PDF-Icon  www.r-t-v.de nachgelesen werden.

Neue RMV-Preisstufe: Fahrten zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis werden günstiger

Preissenkungen bei allen Fahrscheinarten / Rheingau-Taunus-Kreis und Stadt Wiesbaden wachsen enger zusammen / RMV verbessert kontinuierlich Tarifstruktur

Dank einer neuen Preisstufe werden Fahrten zwischen Wiesbaden und angrenzenden Kommunen im Rheingau-Taunus-Kreis zum Fahrplanwechsel noch attraktiver: Auf Fahrten von Eltville, Kiedrich, Niedernhausen, Schlangenbad und Taunusstein bis in die Landeshauptstadt sinken die Fahrpreise um fast 20 Prozent.

"Die neue Preisstufe ist ein wichtiger Schritt für unsere Tarifentwicklung. Immer mehr Flatrate-Tickets wie das Seniorenticket machen Bus und Bahn für Vielfahrer attraktiv. Und für Gelegenheitsfahrer ermöglichen wir mit fein abgestuften Tarifen ein passgenaues Angebot", sagt RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai. "Doch nicht nur der Preis macht die Attraktivität des ÖPNV aus – vor allem Qualität und enge Taktung lassen Menschen umsteigen. Deshalb weiten wir auf vielen Linien rund um Wiesbaden, wie RE9, RB10 sowie auf den Buslinien X79 und 171 das Fahrtangebot aus."

Teil des Luftreinhalteplans

"Mit den Zwischenpreisstufen wird eine weitere Maßnahme aus dem Wiesbadener Luftreinhalteplan Realität", erklärt Andreas Kowol, Verkehrsdezernent der Landeshauptstadt. "Ich danke dem RMV, dass er uns diesen Wunsch erfüllt hat. So wachsen Wiesbaden und der Rheingau-Taunus- Kreis auch im ÖPNV enger zusammen."

"Rund 75.000 Menschen leben in den an Wiesbaden angrenzenden Kommunen und profitieren damit direkt vom neuen Nachbarschaftstarif", sagt Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises. "Ob zur Arbeit, zum Einkaufsbummel in die Wiesbadener City oder aus Wiesbaden zum Wandern in die Nachbargemeinden – die günstigeren Preise machen das Bus- und Bahnfahren immer attraktiver."

Im Dezember 2018 hatte der RMV für Fahrten über die Grenzen des Frankfurter Tarifgebiets hinaus die Preisstufe 30 eingeführt, wodurch die tatsächliche Wegelänge bei der Tarifbildung noch stärker berücksichtigt wird. Dieses Prinzip wird nun auch zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis umgesetzt.

Vergleich ausgewählter Fahrkarten (Einzelfahrkarte Erwachsene, Preisstand 2020)
Ticketart Preisstufe 4 Preisstufe 30 Ersparnis
Einzelfahrt    5,00 € 4,15 € -0,85 €
Tageskarte    9,75 € 8,10 € -1,65 €
    Gruppentagesk. 16,70 € 13,90 € -2,80 €
Jahreskarte    1.377,10 € 1.139,50 € -237,60 €


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